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Fedora 44
#1
Servus Daniel,

dein Video zu Fedora 44 Teil 1 und 2 finde ich klasse. 
Ich habe mir die KDE Version vor einer Woche installiert.
Meine Erfahrungen und fails:
- Start Bootstick im EFI Modus, fedora live startet bricht aber die Installation ab
- Start Bootstick im MBR Modus, Installation läuft durch auf externer USB-Festplatte mit eigener Partion
 (8MB unformatiert, 1024 MB Fat 32 boot efi, 100Gb als root)
Nach dem Neustart kommt eine Fehlermledung und Fedora kann nicht gestartet werden.
- Installation mit der Auswahl: ganze Festplatte verwenden war erfogreich.

   

Meine Installtion von Nvidia Geforce GTX 750 TI:
Fedora Nvidia Treiber 580 führte ich manuell aus

sudo dnf install https://mirrors.rpmfusion.org/free/fedor...e-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm https://mirrors.rpmfusion.org/nonfree/fe...e-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm

sudo dnf install akmod-nvidia-580xx xorg-x11-drv-nvidia-580xx-cuda –refresh
   

Brave installieren:

Tool für die Repository-Verwaltung:   sudo dnf install dnf-plugins-core
offizielles Brave-Repository ausführen mit:
sudo dnf config-manager addrepo --from-repofile=https://brave-browser-rpm-release.s3.brave.com/brave-browser.repo
Browser, bestätigen Sie den GPG-Schlüssel bei Aufforderung mit j oder y:
sudo dnf install brave-browser

in den Discover Einstellungen gibt es sogar eine sehr gute Auswahl verschiedener Standard Pakettquellen!
   

Interessant ist auch das auf meiner Hardware Fedora 44 mit Wayland Qt 6.11.1 und Kernel 7.1 bisher problemlos funktionieren.
   

Was machen hier die Entwickler anders? 

In Libre Office habe ich auch die Harwarebeschleunigung aktiviert und läuft.

Zum Vergleich musste ich in meiner TGG Debian ISO, die Hardwarebeschleunigung wieder deaktivieren.

Schöne Grüsse
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#2
Servus Thomas,

danke für das positive Feedback. Fedora ist von den Paketen her aktueller. Ich denke, dass das dem Grafikstack (also alles rund umd die Grafikkarte) gut tut. Ganu genau kann ich es dir aber leider nicht sagen.

Beste Grüsse
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#3
Servus und Hallo,

danke für deine Info!
Zu Fedora 44 möchte ich folgende Anmerkungen ergänzen:
Der Start von Fedora dauert extrem lange (bei mir waren es ca. 60 s, nach der Auswahl des Kernels im Grubmenü) 
Mit freundlicher Unterstützung von Leo konnte ich die Startzeit auf ca. 25-30s kürzen:

                                                                                            (rhgb quite)
Mit dem Versuch im Grubmenü, den Eintrag mit e drücken, auf rhgb ändern, F10 und booten ist die Startzeit deutlich schneller
Habe die Ursache für den schnelleren Bootvorgang analysiert.🚀
Das bestätigt, dass Plymouth (das grafische Boot-Splash, das durch rhgb aktiviert wird) der Hauptverursacher deiner 60 Sekunden ist. Ohne rhgb läuft Plymouth im Textmodus – und ein Fedora-Forum-Thread zeigt, dass das Deaktivieren von Plymouth die Bootzeit um ~50 % reduziert.
Warum es ohne rhgb schneller ist:
- Mit rhgb rendert Plymouth eine grafische Animation, die auf den GPU-Treiber (KMS/DRM)
angewiesen ist. Bei Problemen mit dem Grafiktreiber (wie bei NVIDIA + akmods, wie wir oben
besprochen haben) blockiert Plymouth den Boot-Prozess, bis der Treiber bereit ist.
- Ohne rhgb wird Plymouth im Detail-/Textmodus ausgeführt und blockiert nicht.

Permanent lösen:
# rhgb und quiet aus dem Kernel entfernen (alle Kerne):
sudo grubby --remove-args="rhgb quiet" --update-kernel=ALL
Oder nur das grafische Splash deaktivieren, aber quiet behalten:
sudo grubby --remove-args="rhgb" --update-kernel=ALL
Bei einem Kernel-Update kann sich das zurücksetzen. In dem Fall den Befehl erneut ausführen. ⚠️
Alternative – Plymouth komplett entfernen (aggressiver, spart zusätzlich RAM):
sudo dnf remove 'plymouth*'
sudo dracut -f
Tipp zur Diagnose: Wenn du beim nächsten Boot mit rhgb die Textausgabe siehst (ESC drücken während des Boots), achte darauf, wo es hängen bleibt – das zeigt dir, ob es wirklich Plymouth/GPU ist oder ein anderer Dienst.

Dazu habe ich eine grundsätzliche Frage:

Wie lange dauert bei dir der Start von Fedora 44?

Meisten ist die Standardtastatur bei der Installation einer Distro mit dem generischen Treiber falsch belegt. In meinem Fall musste ich die mit 105 Tasten wählen bzw. ändern.
Wie kann ich das Problem lösen sobald ich mich im Grubmenü befinde wechselt die Tastatur auf englisch. Sobald ich die Sonderzeichen eingeben muss, finde ich sie nicht, und 
muss dann die Eingabe im Grub abbrechen.

Es gibt zwar noch andere Ansätze um die Bootzeit zu verkürzen, aber die verwende ich vorsichtshalber nicht.
Hintergrunddienste
1. systemd-udev-settle.service
2. TPM2-Timeout
3. Btrfs-Journal-Fragmentierung
4. NetworkManager-wait-online.service

Drucker einrichten ist in Fedora vor allem bei älteren Modellen wird wegen fehlender Prüfsumme der alten Pakte abgebrochen.
Kann die Installation umgangen werden ohne die Abrage der Prüfsumme? (Brother DCP 7055)

nvidia-vaapi-driver muss meistens nachinstalliert werden:
Der proprietäre Treiber von NVIDIA unterstützt zwar NVDEC (Hardware-Decodierung), bietet aber keine
direkte VA-API-Implementierung. Da viele Linux-Anwendungen (insbesondere Chromium-basierte
Browser und Electron-Apps) VA-API als Standard-Schnittstelle für Hardware-Beschleunigung nutzen, ist
dieser zusätzliche Treiber erforderlich, um die GPU für Video-Playback nutzen zu können.

In Fedora muss ich es nochmal explizit überprüfen, evtl. werde ich diesen nachinstallieren.
Erst jetzt ist mir klar geworden warum bei debianbasierten Distros sehr oft Chrom- und Bravebrowser einfrieren bzw. nicht starten.
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#4
Servus Daniel,

mittlerweile habe ich doch eine Lösung gefunden um meinen Drucker zu installieren.

Bei den ersten Versuchen sind mir quasi die Fragen ausgegangen, um alternative Vorschläge von Leo zu bekommen.
Gestern versuchte ich es mit:

Fedora KDE, Treiber für Brother DCP-7055, installieren, aber mit Umgehung der Prüfsumme ausführen. rpm Paket: linux-brprinter-installer-2.2.6-0

Schnelle Antwort
Die direkte Umgehung der Prüfsummen- oder Pfadprüfung für das RPM-Paket linux-brprinter-installer-2.2.6-0 ist in neueren Fedora-Versionen aufgrund von rpm-ostree und strengeren Sicherheitsrichtlinien oft nicht mehr möglich, da das Paket standardmäßig nach /usr/local installiert, was von Fedora als "unsupported path" blockiert wird.

Lösung: Manuelles Installieren der einzelnen Treiberpakete

Um den Brother DCP-7055 unter Fedora KDE zu installieren, müssen Sie den automatischen Installer umgehen und die LPR- und CUPS-Wrapper-Treiber manuell mit der Ignorierung von Abhängigkeiten installieren:

1. Laden Sie den LPR-Treiber und den CUPS-Wrapper-Treiber für das DCP-7055 von der Brother-Downloadseite herunter (RPM-Pakete).
2. Öffnen Sie das Terminal und navigieren Sie in das Download-Verzeichnis.
3. Installieren Sie den LPR-Treiber mit folgendem Befehl (ignoriert Abhängigkeiten):
sudo rpm -ihv --nodeps <lpr-treiber-dateiname.rpm>

4. Installieren Sie den CUPS-Wrapper-Treiber ebenfalls mit:
sudo rpm -ihv --nodeps <cupswrapper-treiber-dateiname.rpm>

5. Starten Sie den CUPS-Dienst neu, um die Änderungen zu übernehmen:
sudo systemctl restart cups

6. Fügen Sie den Drucker über die KDE-Systemeinstellungen oder system-config-printer hinzu. Fedora erkennt den Drucker nun über den installierten Wrapper.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie eine Fedora-Workstation mit rpm-ostree (oder Fedora Silverblue/Kino) nutzen, sind direkte RPM-Installationen in /usr/local weiterhin blockiert. In diesem Fall müssen Sie das Driver Install Tool (linux-brprinter-installer) verwenden, da dieses Skript die Treiber in kompatible Verzeichnisse kopiert oder die Installation innerhalb des ostree-Systems korrekt handhabt. Bei klassischen Fedora-RPM-Distributionen ist der oben genannte manuelle Weg mit --nodeps der Standardweg zur Umgehung von Installationsfehlern.

Der Fehler „keine Prüfsumme" bedeutet, dass das RPM-Paket keinen Digest enthält und neuere RPM-Versionen (Fedora ≥ 40) das standardmäßig ablehnen.

Die Lösung ist der Flag--nodigest:

sudo rpm -ihv --nodigest --nodeps dcp7055lpr-2.1.0-1.i386.rpm

Falls zusätzlich eine Signaturprüfung anstößt (z. B. „keine Signatur"), ergänze --nosignature:
sudo rpm -ihv --nodigest --nosignature --nodeps dcp7055lpr-2.1.0-1.i386.rpm
Was die Flags tun: 
Flag              Wirkung
--nodigest      Überspringt die Prüfsummen-Verifikation des Pakets
--nosignature Überspringt die GPG-Signatur-Verifikation
--nodeps        Überspringt die Abhängigkeitsprüfung

Das ist genau das Problem, das Brother-RPMs haben: Sie werden ohne Digest gebaut. Ein Fedora-Nutzer hat bestätigt, dass sudo rpm -ivh --nodigest *.rpm den Fehler behebt.

Konsole:
thoms@fedora:~/Software/Brother-DCP-7055$ sudo rpm -ihv --nodeps dcp7055lpr-2.1.0-1.i386.rpm
Überprüfung des Pakets dcp7055lpr-2.1.0-1.i386 ist fehlgeschlagen: keine Prüfsumme 

thoms@fedora:~/Software/Brother-DCP-7055$ sudo rpm -ihv --nodigest --nodeps dcp7055lpr-2.1.0-1.i386.rpm    
Vorbereiten …                       # [100%]
Aktualisierung/ Installation …
  1:dcp7055lpr-2.1.0-1               # [100%]

thoms@fedora:~/Software/Brother-DCP-7055$ sudo rpm -ihv --nodigest --nodeps cupswrapperDCP7055-2.0.4-2.i386.rpm
Vorbereiten …                       # [100%]
Das Paket cupswrapperDCP7055-2.0.4-2.i386 ist bereits installiert
thoms@fedora:~/Software/Brother-DCP-7055$ sudo systemctl restart cups
Drucken und Scannen starten sofort! (Scanner einrichten ist bei dieser Variante entfallen, bzw. wurde gleich mit installiert)

Schöne Grüsse
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#5
Hallo Thomas,

vielen Dank für die vielen nützlichen Infos und sorry, dass ich mich erst so spät zurückmelde. Der Bootvorgang bei Fedora ist auch bei mir deutlich länger wie z.B. bei Debian, oder Arch. Plymouth hab ich bei Debian zu Gunsten der Bootzeit rausgeschmissen. Danke für den Hinweis.

Drucker hatte ich bislang unter Fedora noch gar nicht installiert.

Wahnsinn wie viel Zeit du da investiert hast, um all das zu lösen.
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#6
Hallo Daniel,

danke für deine Rückmeldung!
Meine PC-Hardware ist für Linux Distro`s nur bedingt geeignet. Von da her muss ich mich etwas mehr mit den technischen Details auseinandersetzen.
Bisher konnte ich nur mit Manjaro und deiner TGG Debian Iso arbeiten.
Wegen der Veränderungen von Manjaro suche ich nach Alternativen und probierte Void und Fedora aus.
Bei der Installation Void KDE habe ich Kenntnisse und Erfahrungen gemacht, die mich veranlasst haben, den Installationsablauf genauer zu untersuchen.
Das positive daran war der Einblick zu meiner Grafikkarte und den erforderlichen Abhängigkeiten damit das System läuft. So konnte ich in Fedora die Grafikkarte installieren und überprüfen, und mit entsprechenden Paketen ergänzen.
(Bei den meisten einsteigerfreundlichen Distros verlässt man sich darauf, dass hier bereits alles vorinstalliert ist, und wenn´s nicht klappt, kommt die nächste)
Hilfreiche wäre wenn bestimmte grundsätzliche Voraussetzungen zur Installation, bekannter wären:

- Bios Einstellungen, meine ersten Infos dazu waren, auf CSM umstellen (aber nicht alle Distros lassen sich so sauber installieren)
- jetzt habe ich umgestellt auf auto
   
im ersten Versuch Fedora zu installieren, bekam ich nach dem Neutstart einen Anakondafehler und Fedora startet nicht. (Ergänzung zum ersten Thema)
Nach der Umstellung funktionierte die Installation von Fedora, und das Grubmenü ist auch grafisch vorhanden, sowie andere kleine Fehler wurden im Grub behoben.

Ähnlich war es auch bei Void KDE
Installation Im CSM Modus klappt zwar, aber nach dem Neustart blieb das System nach der Auswahl des Kernel in einer Endlosschleife hängen.
Nach der Bios - Umstellung auf auto, startet Void ohne diese Endlosschleife.

- die Standardtastureinstellung währen der Installation (egal welche Distro) war bei mir in den meisten Fällen nur mit 104 Tasten erkannt worden.
( In Void wurde das Problem offensichtlich, und die Überprüfung ergab einen Wechsel auf generische Tastatur mit 105 Tasten.

Schöne Grüße aus der Oberpfalz
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